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ERFOLGSGESCHICHTE DER MEDIATION
Die Geschichte der MEDIATION reicht viele hundert Jahre, ja Jahrtausende
bis in die Zeit der ersten östlichen Hochkulturen zurück.
Bereits im alten Ägypten bediente man sich dieser Form der
Konfliktlösung sehr gerne, ebenso wie in China, wo heutzutage die
MEDIATION die Justiz nahezu ersetzt.
Chinesische MediatorInnen vermitteln
jährlich 7 - 8 Millionen Konflikte, die zu 90% erfolgreich
gelöst werden. Im chinesischen Rechtssystem wird das Erreichen
eines Kompromisses höher bewertet als das Durchsetzen des persönlichen
Rechts. Es wird sogar als Schande empfunden, ein Gericht in Anspruch
zu nehmen.
In den USA wurde erst im Jahre 1978 als Reaktion auf überlastete
Gerichte das Beispiel anderer in Amerika lebender Bevölkerungsgruppen
aufgenommen. Die Vereinigung der Anwälte von Los Angeles gründete
eine Mediationsstelle für Miet-, Nachbarschafts-, Arbeits-,
und Vertragskonflikte. Mittlerweile sind Vermittlungsverfahren seit
Jahren ein bewährtes Instrumentarium zur Konfliktbereinigung
auf den verschiedensten Gebieten, vor allem bei der Regelung von
elterlichen Streitigkeiten und in der Wirtschaft.
Gegenüber den USA, England oder Australien ist Österreich
im Bereich der MEDIATION ca. 20 - 30 Jahre im Rückstand. Gründe dafür könnten sein:
Die Chancen, welche die MEDIATION - vor allem auch für die
Wirtschaft - bietet, sind noch zu wenig bekannt.
Die Folgekosten eines verlorenen Rechtsstreits sind vergleichsweise
nicht so bedrohlich, sodass der Leidensdruck, alternative Streitbeilegungswege
zu suchen, noch zu klein ist.
Der Glaube, bei Gericht Gerechtigkeit zu finden, ist bei vielen
Menschen ungebrochen. Erst nach einem verlorenen Rechtsstreit relativiert
sich diese Ansicht.
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Konstruktive, zukunftsorientierte Bewältigung von Konflikten
statt zerstörerischer, destruktiver Konfrontation
Unsere Leidenschaft für MEDIATION führt zu unserer Vision,
dass es zunehmend in den Köpfen der Menschen zur Gewissheit
wird, dass unbearbeitete Konflikte kosten: Geld, Nerven, körperliche
und psychische Gesundheit, gute Beziehungen - Diese Folgekosten
einzukalkulieren bei der Kosten-Nutzen-Analyse würde bedeuten,
dass es nicht mehr eine Frage des Geldes ist, von außen Hilfe
und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Es kostet, so oder
so – investieren wir in die Gesundheitsvorsorge oder reparieren
wir am kranken Organismus herum, was letztendlich um vieles teurer
kommt.
Wir plädieren daher dafür, in jedem größeren
Unternehmen eine Stabsstelle „Kommunikation und Konfliktmanagement”
zu entwickeln – wer kann sich schon Leerläufe und ungesunde
Strukturen leisten?
Alle Zukunftsvisionen dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen,
dass es eine Welt ohne Krieg nicht geben wird. Konstruktive Streitbeilegung
hat dort ihre Grenze, wo kein Wille vorhanden ist, an den Machtstrukturen
etwas zu ändern.

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